Eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik, welche oft unter dem Schlagwort des Neoliberalismus kritisiert wird, kann bereits seit ihrer Erfindung nicht als Garant von Wachstum und Wohlstand gesehen werden. So nahm in den USA zur Zeit von Präsident Ronald Reagan (-> Stichwort Reaganomics) die absolute und relative besonders am Anfang der 1980er Jahre stark zu. Dieser Trend ging nicht nur zu Lasten “fauler Sozialschmarotzer”. Die enorme Ausweitung der Beschäftigung (Die oberflächlich betrachtet als Erfolg gefeiert werden kann, was von liberalen Wirtschaftspolitikern auch heute immer wieder in solchen Fällen gern getan wird.) bezog sich nicht unbedingt auf qualitativ hochwertige Arbeitsplätze. Sie beruhte auf der Zunahme von Teilzeit- und befristeten Arbeitsverhältnissen, aber auch vielen unbefristete, gering bezahlten Vollzeitarbeitsverhältnissen. Es ensteht so zunehmend ein Niedriglohnsegment im Arbeitsmarkt, in dem besonders gering qualifizierte, junge Arbeitnehmer beschäftigt sind.* Ähnliche Auswirkungen zeitigt auch die Politik der letzten Bundesregierungen, nachzulesen unter anderem hier. Der Mythos von Wohlstand und Wachstum ist noch nicht tod, auch wenn sich die Zweifler mehren, er muss weiter zu Gunsten größtmöglicher Chancengerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit und auch im Sinne der Schwächsten in unserer Gesellschaft angezweifelt werden!

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